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Kommunikation...
...ist die Absicherung des Ankommens!
Von der Information zu Kommunikation:
Das
Wort Kommunikation ist ein
selbstverständlicher Bestandteil der
Alltagssprache geworden. In der Regel geht
es um Alltägliches:
-
um Mitteilungen zwischen Menschen
-
Die Tatsache, das wie einander mit
Hilfe von Mimik, Gestik, Sprache, Schrift,
Bild oder Ton, von Angesicht zu Angesicht
bzw. über papierene oder elektronische
Übertragungs- und Speichertechniken
irgendwelche Botschaften vermitteln.
Die Massenkommunikative Information
Informationsgewinn basiert auf Erfahrung
-
Primärerfahrung
-
Sekundärerfahrung
Informationsvermittlung via
Massenkommunikation vollzieht sich nur im
Rahmen von Sekundärerfahrungen:
Anstelle einer direkt zugänglichen, primär
erfahrbaren Wirklichkeit präsentieren uns
die Massenmedien ständig neue
„Wirklichkeiten“ (Erlebniswelten), die wir
als sekundäre längst zu akzeptieren gelernt
haben.
Informieren ist senden!
Information
(entscheidungsorientierter Ansatz)
- Unter
Information wird ein zweckgerichtetes Wissen
verstanden, das zur Erreichung von
bestimmten Zielen erforderlich ist.
-
Informationen liegen vor, wenn sie
Ungewissheit beseitigen oder reduzieren.
-
Je größer die Zahl der zur Verfügung
stehenden Daten (Informationsmenge) ist,
desto besser ist die Ausgangslage für
bestmögliche Entscheidungen.
-
Als Information gilt eine Aussage
also nur dann, wenn sie uns etwas mitteilt,
was uns vorher noch nicht bekannt war.
-
Erst dann, wenn eine Aussage etwas
Neues vermittelt, ist die somit als
Information zu begreifen; dabei kann dieses
„Neue“ durchaus darin bestehen, das bereits
bekanntes in einen neuen Zusammenhang
gebracht wird.
Humanspezifischer Ansatz
Ganz
allgemein wird darunter die
Bedeutungsvermittlung zwischen Lebewesen
begriffen.
-
Damit klammert man kommunikative
Vorgänge zwischen Nicht-Lebewesen, wie
datenverarbeitende Maschinen aus, und rückt
soziale Kommunikationsprozesse in den
Mittelpunkt des Interesses.
Kommunikation als soziales Verhalten
Verhalten: Jede Regung eines Organismus
– motorische Bewegungen und Aktivitäten des
Zentralnervensystems (Prozesse des
Wahrnehmens, Fühlens, Denkens).
Soziales Verhalten: Dasjenige Verhalten
von Lebewesen, welches eine Reaktion auf das
Verhalten anderer Lebewesen darstellt und
selbst wiederum die Reaktionen anderer
Lebewesen beeinflusst. Ausschlaggebend ist,
das soziales Verhalten aufeinander bezogen
ist.
Kommunikation als soziales Handeln
Handeln ist intentionales Verhalten (bewusst
und absichtsvoll auf ein Ziel ausgerichtet.)
Soziales Handeln: Das Verhalten anderer
kann bereits vergangen sein, gegenwärtig
ablaufen oder erst künftig erwartet werden.
Ein
Mensch handelt dann sozial, wenn er (auch
nur gedanklich) das Vorhandensein anderer
Menschen in sein Handeln mit einbezieht.
Kommunikatives Handeln
Der
intentionale Charakter menschlichen Handelns
führt zu folgender Differenzierung:
-
Allgemeine Intention:
etwas mitteilen wollen. Ziel ist die
Verständigung
Spezielle Intention:
impliziert spezifische
Kommunikationsinteressen. Ziel ist die
Interessenrealisierung
Kommunikation als soziale Interaktion
(Prozess der Bedeutungsvermittlung)
-
Damit Kommunikation überhaupt
stattfinden kann, ist es notwendig, das
mindestens zwei Lebewesen zueinander in
Beziehung treten (interagieren).
-
Soziale Interaktion ist ein
wechselseitiges Geschehen zwischen
mindestens zwei Menschen, welches mit einer
Kontaktaufnahme beginnt und zu (Re-)aktionen
der in Kontakt stehenden Lebewesen führt
(doppelseitiges Geschehen).
Kommunikation als vermittelter Prozess
-
Als eigentlicher Träger der
jeweiligen Mitteilung ist eine
Vermittlungsinstanz – ein Medium –
unbedingter Bestandteil eines jeden
Kommunikationsprozesses.
-
Das Vorhandensein eines Mediums ist
eine unbedingte Voraussetzung für
kommunikatives Verhalten und damit
Bestandteil von Kommunikation
-
Mediale Vielfalt:
Primäre Medien
Sekundäre Medien
Tertiäre Medien
Kommunikation als symbolisch vermittelte
Interaktion
-
Zeichen (Gegenstand, Zustand,
Ereignis...) sind Träger von Bedeutung.
-
Das Symbol erfüllt eine
Vertretungsfunktion, anstelle eines
Gegenstandes, Zustands oder Ereignis. Der
Mensch versteht das Symbol und ordnet
Bedeutungsinhalt zu.
-
Ein signifikantes Symbol, das eine
dahinterstehende Idee ausdrückt und sein
Gegenüber diese Idee zuordnet.
Es
setzt voraus, das der Bedeutungsvorrat
zweier Menschen eine Schnittmenge bildet,
damit eine Verständigung zustande kommt.
Die Kommunikationsfaktoren
Faktoren, die das Gerüst jedes ablaufenden
Kommunikationsgeschehen bildet.
-
Jemand der etwas mitteilen will
-
Die Aussage oder Botschaft (die
mitzuteilenden Bedeutungsinhalte)
-
Ein Medium (Instanz, mit deren Hilfe
der Inhalt transportabel wird)
-
Jemand an den die Botschaft gerichtet
ist
Der Kommunikationsbegriff
Von
Kommunikation wird dann gesprochen, wenn
mindestens zwei Menschen ihre kommunikativen
Handlungen erfolgreich aufeinander
abgestimmt haben, wenn sie im Rahmen ihrer
kommunikativen Interaktion Verständigung
herstellen konnten.
Kommunikator = Sender
Rezipient = Empfänger
Phasen der Kommunikation
1.
Verschlüsselung (Codierung)
2.
Übermittlung (Signalisierung)
3.
Entschlüsselung (Decodierung,
Interpretation)
Modell in der Kommunikation
Ein
Modell ist ein theoretisches Konstrukt, mit
dem versucht wird, einen Gegenstand oder
einen in der Realität ablaufenden Prozess in
seinen Grundzügen darzustellen.
Deskriptive Kommunikationsmodelle
...beschreiben den
Massenkommunikationsprozess in einem
bestimmten gesellschaftlichen Umfeld.
Die Laswell-Formel
Wer
sagt was in welchem Kanal zu wem mit welcher
Wirkung?
Die
Laswell-Formel stellt grundlegende Aspekte
des Kommunikationsvorganges heraus.
Das
Stimulus-Response-Modell
der Psychologie
Stimulus – Werbemittel – SR-Modell
Response – Werbeträger – SOR-Modell
(O=Organismus)
Diese Theorie behauptet, dass sorgfältig
gestaltete Stimuli jedes Individuum der
Gesellschaft über die Massenmedien auf die
gleiche Weise erreichen, jedes
Gesellschaftsmitglied die Stimuli in der
gleichen Art wahrnimmt und als Ergebnis eine
bei allen Individuen ähnliche Reaktion
erzielt wird.
Die Funktionen der Kommunikation
(Massenkommunikation)
1.
Die soziale Funktion
-
Sozialisationsfunktion (Familie>Primärerfahrung)
-
Soziale Orientierungsfunktion
(Leitbilder)
-
Rekreationsfunktion (Regenierung,
Entspannung)
-
Integrationsfunktion (Integration von
Ausländern)
2.
Die politische Funktion
-
Herstellen von Öffentlichkeit
-
Aktualisierungsfunktion (Sprachrohr)
-
Politischen Bildungsfunktion
(Information, Erklärung)
-
Kritik- und Kontrollfunktion
(Feedback)
3.
Ökonomische Funktion
-
Zirkulationsfunktion (Ware,
Geldumschlag)
-
Regenrationsfunktion (Entspannung
wirkt sich positiv auf den Produktionsfaktor
Arbeit aus)
Funktionen der zweckgebundenen
Kommunikation (Werbung)
1.
volkswirtschaftliche Funktion
-
Funktionsfähigkeit der
marktwirtschaftlichen Ordnung
-
Entwicklung der Märkte
2.
politische Funktion
-
Finanzierung freier Medien
3.
betriebswirtschaftliche Funktion
Wirtschaftswerbung als Erreichung
spezifischer Intentionen zur Realisierung
eines Werbeerfolgs
-
bedarfskreative Werbung
-
bedarfsexpansive Werbung
-
bedarfsformende Werbung
-
bedarfspartizipierende Werbung
4.
ethische Funktion
Werbung muss sich den Grundsätzen von
Wahrheit und Klarheit verpflichtet fühlen.
Die Zukunft der Kommunikation
Die
Informationsüberlastung der Konsumenten und
die technologischen Möglichkeiten zur
Informationsselektion durch neue Medien
werden dazu führen, dass die klassischen
Mittel der Massenkommunikation in Zukunft an
Bedeutung verlieren.
Die
werbetreibende Industrie muss umdenken und
dem Konsumenten die Möglichkeit zur Auswahl
der für ihn wichtigen Informationen
einräumen.
Der Dialogaufbau mit dem Kunden wird darüber
entscheiden, ob Werbung und andere Formen
der Marketingkommunikation den Konsumenten
erreichen oder der Informationsselektion zum
Opfer fallen.
Aufgaben der Kommunikationspolitik im Sinne
der Marketingkommunikation ist es,
auf persönlichem und unpersönlichem Wege
einen Kontakt zwischen Anbieter und
potentiellen Abnehmer herzustellen, der
Einstellungen erzeugen und letztendlich zu
Verkaufsabschluss führen soll. (Werbung, PR,
Produkt Placement, Verkauf, Sponsoring,
Direktmarketing)
Marketing Mix:
Optimale Abstimmung der Mittel.
Aufgaben der Kommunikationspolitik im
Sinne der internen Kommunikation
ist es, auf persönlichem und
unpersönlichem Wege einen Kontakt zwischen
Unternehmensführung und Mitarbeiter
herzustellen, der zu einer Realisierung der
Kommunikationsziele führen soll.
(Unternehmenszeitung, Firmenradio, Intranet,
sw. Brett, Versammlungen, Rundschreiben)
Kommunikationsziele sind...
Angestrebte Vorzugsstände, die mit dem
Einsatz von Kommunikationsmitteln bzw.
–instrumenten bei den Zielgruppen erreicht
werden soll.
Kommunikationszielgruppen sind...
Personen, Gruppen oder Organisationen, denen
ein Unternehmen eine Botschaft über sich
selbst oder seine Leistungen vermitteln
möchte.
Kommunikationsmittel sind...
Einzelmaßnahmen der Kommunikationspolitik
eines Unternehmens, die von den Zielgruppen
real wahrgenommen werden.
Als Kommunikationsinstrument...
Soll die Summe von Kommunikationsmitteln
bezeichnet werden, die untereinander
funktional relativ ähnlich sind und sich
gegenüber anderen Kommunikationsmitteln
unterscheiden. Kommunikationsinstrumente
können relativ eigenständige
Kommunikationsziele erreichen.
Phasen des Planungsprozesses
1.
Analyse der Kommunikationssituation (IST-Zustand)
2.
U-Kommunikationsziele festlegen (SOLL-Zustand)
3.
Definition Zielgruppen (evtl.
Unterzielgruppen)
4.
Auswahl der Kommunikationsinstrumente
-
Reichweite
-
Aktualität
-
Aufwand
-
Vielfalt
-
Infoselektion
-
Attraktivität
5.
Festlegung und Verteilung des
Kommunikationsbudgets
6.
Kontrolle (Befragung, Interviews –
Problem der Messbarkeit)
KREISLAUF> HINTERFRAGEN
Alle
Phasen nehmen immer wieder Einfluss
aufeinander.
Controlling immer während des ganzen
Ablaufs.
Kontrolle immer auf einen Prozess bezogen.
Multimedia – viele Medien
-
Ein Medium ist ein Informationsträger
und damit ein Mittel, mit dessen Hilfe
Botschaften und Informationen aufgenommen,
gespeichert, wiedergegeben und übertragen
werden können.
-
Verschiedene Mediengattungen werden
eingebunden.
-
Multimedia ist die Kombination von
Audio und Video in einer interaktiven
Computerumgebung.
-
Ein multimediales Produkt integriert
unterschiedliche statische und dynamische
Medien.
Statische Medien:
Bild, Text
Dynamische Medien: Video, Ton
Neue Medien – alle computergestützten
interaktiven Medien- und
Kommunikationsprodukte.
Interaktivität – ist die Einbindung des
Rezipienten in die Kommunikation und dessen
Einflussmöglichkeiten auf die Anwendung.
Aducation: Aus- und Weiterbildung
Advertising: Werbung
Entertainment: Unterhaltung
Massenkommunikation = Pushkommunikation |